1. Ohne Dich
Der Sieger nicht an Zufall glaubt
Kein Denker hat die Idee geraubt
Keine Wahrheit wenn kein Schleier fällt
Ohne dich nur die leere Welt
Keine Demut bei der Eitelkeit
Kein Licht in diese Dunkelheit
Kein Reden wo die Stille ist
Keine Wärme wo du nicht bist
Ohne dich fehlt mir jeder Raum
Ohne dich ein schaler Traum
Ohne dich ist alles ohne Sinn
Weil ich ohne dich ein Garnichts bin...
Kein Volk ist ohne Staat
Keine Ernte ohne Saat
Kein Glaube ohne Hoffnung ist
Keine Liebe wo du nicht bist
Keine Thesen ohne Widerspruch
Keine Gesetze ohne Bruch
Ohne Fluss keine Vergangenheit
Ohne dich nur verlor'ne Zeit
2. Perfect Baby
Mein Uterus ist aus Glas
Gezeugt mit Augenmass
Die Mutter kenn ich nicht
Die Sonne ist das Neonlicht
Hab niemals Milch gesogen
Geformt nach Fragebogen
Mit perfider Perfektion
Ich bin ein kleiner Klon
Alarm – Ich bin der letzte Krieger
Alarm – Bin der finale Sieger
Alarm – Ich bin die reine Züchtung
Alarm – Ich bin eure Vernichtung
Im Blut da liegt die Kraft
Die Tests hab ich geschafft
Aus blankem Stahl das Herz
Ich kenn auch keinen Schmerz
Alle Sinne programmiert
Gecheckt und durchchiffriert
Ganz ohne Emotionen
Welch Freude bringt das Kloning
Ihr nennt mich Mutation
Bin ich nicht Gottes Sohn
Muss niemand dankbar sein
Schuf mich nur ganz allein
Den Krieg werd ich euch geben
Alles von der Erde fegen
Bin das Gericht, das Grab
Das ihr gezüchtet habt.
3. Depressionen
Das Wesen ist apathisch
Der Verfall ist dramatisch
Das Verhalten psychopatisch
Psychosomatisch
Die Wirkung ist narkotisch
Die Regierung neurotisch
Die Bewegung automatisch
Die Träume pornografisch
In mir wohnen potenzierte Depressionen
Freude wirkt hysterisch
Die Wut ist cholerisch
Der Verstand kommissarisch
Anti – Solidarisch
Der Glaube ist dogmatisch
Die Sinne sensularisch
Die Worte stereografisch
Das Ende systematisch
Lasst mich mit mir alleine
Ich bin mit selbst genug
Ihr macht mich krank
4. Gebet Nr. 1
Herr, schenk mir Halt, kannst du mir vergeben?
Allein mit Gewalt will ich hier nicht leben
Mehr Misanthropen kannst du mir noch schenken
Beim Fest der toten Seelen will ich mein Leid ertränken
Nimm mich weg, schaff mich fort, ins Licht willst du mich tragen
An jenen fernen Ort, wo keine Sorgen plagen
Moral ein bloßes Wort
Das Recht nur ein Gefühl
Hoffnung an keinem Ort
Im Rennen ohne Ziel
Lass Weisheit, bitt ich dich, in Würde sterben
So schön auch diese Welt, sie wird so schnell verderben
Worte ohne Taten werden keinen Frieden schenken
Halb tot, vom Glück verraten, sink ich hin, lass mich doch sterben
O Herr, schenk mir Halt, kannst du mir vergeben?
Starr bin ich und kalt, nichts kann mich mehr bewegen
5. Liebeslied
Das Papier vor mir weiß und leer
Und drückt es mich noch so sehr
Ich schreib nur leere Worte nieder
Nichts gibt mein Empfinden wieder
So viel würd ich Dich gerne fragen
Tausend Worte hätt ich Dir zu sagen
Wie viele Male war ich einfach stumm
Wie oft bringt mich dieses Schweigen um
Schon lange gibts keine Märchen mehr
Keine Länder wo noch Drachen leben
Mach die Augen zu
Ich wünsch mir sehr
Das wir beide zu diesen Orten streben
Lass uns Kinder sein all die Tage
So froh und frei und ohne Klage
All die Träume bündeln sich
In einem Satz ich liebe Dich
Ich will den Wert nicht beim Verlust erkennen
Will keine holen Phrasen nennen
Ich würd so gerne Dein herz berühren
Meine Seele in Deinen Garten führen
Erträume uns auf dem stillen Ort
Will dort bleiben und nimmer fort
Alle Tage soll dort Frühling sein
Nur bitte lass mich nicht allein.
Schon lange gibts keine Märchen mehr
Kein Länder wo noch Drachen leben
Mach die Augen zu
Ich wünsch mir sehr
Das wir beide zu diesen Orten streben
Lass uns Kinder sein all die Tage
So froh und frei und ohne Klage
All die Träume bündeln sich
In einem Satz: Ich liebe Dich!
6. Kokainsong
Seit Tagen hängt er im OFF
Es fehlt ein kleiner Botenstoff
Endorphine, er kann sie nicht vergessen
Schaler Geschmack im Gaumen festgefressen
Die Synapsen sind verklebt
Da ist nichts, was ihn belebt
Den Exzess hat er gezogen
Doch der Stoff hat ihn betrogen
Ein Mantel aus tausend Lügen
Wird seine Kälte heut besiegen
Er weiß, er wird niemals clean
Es streckt ihn hin, das Kokain
Freude will er sich kaufen
Wie Jesus übers Wasser laufen
Die Flaute will er dann verschlafen
Wie ein Boot im Heimathafen
Der Irrsinn ist ein Luxusliner
Der Restverstand wird immer kleiner
Das Pulver hat ihn aufgefressen
Er ist ein Meister im Vergessen
Der Schnee in dieser kalten Welt
Den dunklen Winter weiß erhellt
Doch er weiß, es hat alles Sinn
Es streckt ihn hin, das Kokain
Manchmal fühlt er sich schmutzig und allein
Es ist so kalt und leer, endlich schläft er ein
Und dann hängt er wieder in seinem OFF
Ihm fehlt ein kleiner Botenstoff
7. Is This Love
I wanna love you and treat you right
I wanna love you every day and every night
We'll be together with a roof right over our heads
We'll share the shelter of my single bed
We'll share the same room for Jah provide the bread
Is this love – is this love – is this love
Is this love that I'm feelin'?
I wanna know – wanna know – wanna know now
I got to know – got to know – got to know now
I'm willing and able
So I throw my cards on your table
8. Hexxenhammer
Die Dämonen haben Macht
Sie beherrschen euch
Sie durchdringen die Materie
Aber die Schäden des Körpers
Sind nicht unsichtbar
Die Dämonen sind wahrnehmbar
Ein einziger Dämon, das bezeugt die Schrift
Mit bloßer Zulassung Gottes
Ein Medium einer Hexe reicht aus
Um die Sklavenschar der Menschen samt dem Vieh zu vernichten
Dominus Illuminato Mea
Gott ist mein Licht
Schweigt, denn ihr seid das Werkzeug
Nicht der eigene Wille spricht aus euch
Schweigt, denn der böse Blick
Lässt die böse Frucht gedeihen, die längst gesät
Im Verbunde mit Inkubus, Sukkubus und des Weibes
Ah, ein Fehler der Natur
Entweder liebt oder hasst das Weib, es gibt nichts Drittes
9. Ignoranz
Diese Fragen, was das soll
Dein Blick verschleiert, vermittelt Groll
Der neue Weg der Ignoranz
Erfährt von dir keine Akzeptanz
Ich hab die Welt nicht ausgesucht
Hab diese Reise nicht gebucht
Habe keine Lust auf Psychopaten
In deinem Müll will ich nicht baden
Diese Ignoranz, sie schützt mich
Sie ist genehm und nützlich
Das ist keine Blasphemie
Das ist meine Strategie
Hört mich an und hört doch auf
Stört mich nicht in meinem Lauf
Ich will keine Kriege führen
Will euch lieber ignorieren
Diese Fragen, was das soll
Meint ihr wirklich, ich fühl mich wohl?
Um Kompromisse führ ich keinen Krieg
Meine Prämisse ist der Sieg
Diese Ignoranz, sie schützt mich
Sie ist genehm und nützlich
Das ist keine Blasphemie
Ist mein Weg zur Harmonie
10. Ode An Die Musik
Kannst du es fühlen, wird sie dich erwählen?
Die Offenbarung, wird sie sich mit dir vermählen?
Kannst du es spüren, das Wesen dieser Welt?
Du kannst es nicht kaufen, nicht mit Macht und nicht mit Geld
Der Wille, es zu sagen, sitzt er fest in deiner Brust
Wo ist denn da die Freiheit, die Wärme und die Lust
Komm, lass dich verzaubern, du hast heut die Wahl
Schwimm mit mir in Klängen, koste den heiligen Gral
Musik ist die Erlösung
Jeder Klang ist ein Gebet
Sie führt uns zur Genesung
Sei ein Priester, ein Poet
Jede Strophe ist ein Baustein, pack mit an und dann sieh
Und bau mit uns den Tempel, mit Takt und Harmonie
Unsere Burg soll es sein und vor allem
Erbaut zum Schutze und Wohlgefallen
So gib dem Raum die Tiefe, vergesse auch die Zeit
Das Bad in unsren Klängen, erlöse uns vom Leid
Kritik sucht nur die Ohren, Musik trifft ins Herz
Krank machen all die Lügen, Musik heilt den Schmerz
11. Sonntagsandacht
Sucht ihr Gott?
Welchen Gott sucht ihr denn?
Ihr kleinmütigen Pharisäer
Habt ihr schon in euch selbst gesucht?
Speichellecker, seid ihr fündig geworden?
Mich ekeln eure Pfründe an
Eure Macht ist die Ohnmacht
Der Mammon, die heiligste Frucht eurer brennenden Gier
Er stinkt wie ein verwesender Kadaver zum Himmel
Blind und taub stolziert ihr einher
Preist eure erbärmliche Existenz
Mit sinnentleertem Gehabe
Ich kann es nicht mehr länger ertragen
Dieses erbarmungswürdige Schauspiel
Eure Fratzen gleichen hölzernen Götzen
Mit Einfalt getüncht, gesalbt mit dem ranzigen Öl
Aller existierenden Eitelkeiten
Was wäre das für ein jämmerlicher Gott
Der eure eitrigen gestelzten Gebete erhört?
Lasset ab, nein, suchet ihr nicht das Göttliche
Suchet lieber das, was ihr zu finden vermögt
Amen
12. Wanderers Nachtlied
Über allen Gipfeln ist Ruh
In allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch
Vöglein schweigen
Schweigen im Walde
Warte nur, warte nur, bald ruhest du auch
Warte nur, warte nur, bald ruhest du auch